Price Action Trading Simulator

Wo platziere ich meinen Stop Loss?

Entwicklungsteam von Price Action Trading Simulator Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit

Historischer H4-Chart als Ausgangspunkt für eine Übung zur Ausstiegsregel

Platziere einen Stop anhand einer vorab definierten Bedingung, die deine Handelsidee widerlegt, und berechne dann die dazu passende Positionsgröße. Es gibt keinen universellen Abstand, der für jeden Markt und jede Zeiteinheit funktioniert. Ein engerer Stop senkt nicht automatisch das Risiko einer unverändert großen Position: Er verändert zugleich die getestete Regel.

Drei Dinge vorab festlegen

  1. Niveau: Wo wäre die angenommene Struktur verletzt?
  2. Auslöser: Reicht eine Berührung oder muss eine bestimmte Kerze außerhalb schließen?
  3. Umsetzung: Welche Order beziehungsweise welche simulierte Ausführung soll daraus folgen?

„Unter der Zone“ ist ohne diese Angaben unvollständig. Eine Regel auf M15-Schlussbasis kann zwischenzeitlich eine deutlich tiefere Bewegung zulassen als ein Stop bei Berührung.

Ein historischer Fall zeigt den Unterschied

Im SOL/USDT-Fall vom 10. November 2025, 16:45 UTC lag die untere Zonengrenze bei 163,1725. Am folgenden Tag unterschritt die um 09:15 UTC beginnende M15-Kerze das Niveau mit einem Tief von 163,15, schloss aber bei 164,11. Der erste M15-Schluss darunter kam erst um 12:45 UTC bei 163,05.

Getestete RegelBeobachtung in diesem Fall
Stop bei Berührung von 163,1725Preisniveau bereits in der 09:15-Kerze unterschritten
Warten auf M15-Schluss unter 163,1725Bedingung erst beim Schluss um 12:45 erfüllt
Tatsächlicher AusführungspreisKeine echte Order im Datensatz vorhanden

Die zweite Regel darf nicht als Ausstieg exakt bei 163,1725 dargestellt werden. Ein gespeichertes Zonenereignis ist kein realisierter Trade von genau −1R. Vollständige Herkunft und Grenzen stehen in der Fallmethodik.

Stop-Preis und Ausführungspreis trennen

Die US-Börsenaufsicht beschreibt bei Investor.gov die grundlegenden Ordertypen: Eine ausgelöste Stop-Order wird zur Marktorder; deren Preis ist nicht garantiert. Die Quelle erklärt Aktienorders. Konkrete Auslöser, Handelszeiten und verfügbare Ordertypen musst du für das jeweilige Produkt prüfen.

Darum ist „maximal ein Prozent Verlust“ bei einem normalen Stop nur eine Modellannahme, keine universelle Zusicherung. Ein Stop-Limit begrenzt wiederum den akzeptierten Preis, kann aber ohne Ausführung bleiben.

Eine sinnvolle Übung

Verwende denselben historischen Ausschnitt für zwei getrennte, vorher beschriebene Varianten: Berührung und M15-Schluss. Protokolliere bei beiden den Ausstiegszeitpunkt und deine Kostenannahme. Vergleiche keinen theoretischen Stop-Preis der einen Variante mit einem später beobachteten Schluss der anderen.

In Price Action Trading Simulator, unserer Lern-App, kannst du Einstieg, Stop und Ziel auf dem Chart platzieren. Das trainiert eindeutige Regeln, bildet aber keine Broker-Ausführung nach. Der manuelle Backtest benötigt Pro. Für die Größenrechnung geht es weiter mit Positionsgröße aus Stop-Abstand.

Fragen und Antworten

Soll der Stop direkt unter der Unterstützung liegen?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Definiere zuerst, welches Ereignis die konkrete Regel widerlegt. Ein willkürlich enger Stop kann eine andere Regel ergeben als beabsichtigt.

Wird ein Stop immer zum Stop-Preis ausgeführt?

Nein. Eine ausgelöste Stop-Market-Order wird zur Marktorder; der Stop-Preis ist keine Preisgarantie. Genaue Auslöse- und Handelsbedingungen hängen vom Produkt und Anbieter ab.

Darf ich den Stop nach einem Verlust verschieben?

Ändere eine Testregel nicht rückwirkend, damit der vergangene Trade besser aussieht. Eine neue Stop-Regel ist eine neue Variante und braucht eine getrennte Auswertung.

Verfasst vom Entwicklungsteam der App. Hier findest du Daten, Auswahlregeln und Grenzen dieser eigenen Beispiele. Quellen und Methodik →

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